Visionssuche in der Mongolei


Visionssuche in der Mongolei
Монгол Улс | Mongol Uls

Seminaranmeldung

Mongolei

Seminarinhalt:

12. August – 3. September 2010 (Ankunft in Zürich)
Die Teilnahme am Mongolei-Vorbereitungstreffen (Samstag/Sonntag 5. – 6. Juni 2010 auf dem Herzberg, ob Aarau, Schweiz) ist Bedingung
Schamanische Leitung: Dr. Carlo Zumstein
Veranstalter: FLSS – Foundation for Living Shamanism and Spirituality
Koordination: Susanna und Daniel Gerber, Wolfganghof 7, 9014 St. Gallen, Schweiz, Tel: +41 (0)71 278 15 48
Reise-Veranstalter vor Ort: Hovsgol Travel Company, Ulaan Baatar, Mongolei
Kosten: CHF 6100.-; € 4070.- ab Zürich (excl. Visakosten und Trinkgelder)
Anzahlung bei Anmeldung: CHF 1500.-; € 1200.-
Gruppengrösse: 15 Teilnehmende

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Region
Region: Hövgöl-See an den südlichen Ausläufern des Ostsajan-Gebirges 800 km nordwestlich von Ulan Bator (Ulaan Baatar). Im Grenzgebiet zu Tuva und Buryatien, russisch Sibirien. In dieser Region entspringen die Quellflüsse des Jenissei – einer der längsten Flüsse der Welt.

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Reiseverlauf
Wir fliegen am 12. August 2020 nach Ulan Bator (Ulaan Baatar), wo wir nach ca. 8 Stunden Flug und +7 Sunden Zeitverschiebung am frühen Morgen des 2. Reisetages auf dem internationalen Flughafen Chinggis-Khaan Ulaan Baatar ankommen. Abflugort und Flugroute sind noch nicht festgelegt. Ulaan Baatar liegt ca 1500 m.ü.M. Hier treffen wir Ulmaa, unsere Übersetzerin. Sie lebte ein Jahr in der Schweiz und spricht perfekt Hochdeutsch.

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Den 2. Tag verbringen wir in der Hauptstadt, sammeln erste Eindrücke des Lebens in der heutigen Mongolei, bevor wir in den zeitlosen Norden aufbrechen. Kleine Besichtigungstour, Einkaufen fürs Trekking (z.B. einheimische Kaschmir-Kleider für die kalten Nächte) und nachts noch einmal in Hotelbetten die Initialträume für die Visionssuche träumen.

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Am 3. Tag Aufbruch mit eigenen Kleinbussen Richtung Hövsgöl See (Hövsgöl Nuur). Auf der 800 km langen Fahrt durch typische mongolische Steppen und Taiga-Landschaften besuchen wir das Kloster Amarbeysgalant (Amarbayasgalant Khiid, Glückliche Ruhe) im Tal des ljwen-Flusses, wo wir in einem bewirteten Ger-Camp übernachten (Ger: mongolische Jurte). Das Kloster ist einmalig, weil es in einem einheitlichen, chinesischen Stil erbaut ist und alle politischen Zerstörungs-Wellen überstanden hat.

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Die 4. Nacht verbringen wir am Selenge Fluss wieder in einem Ger-Camp. Der Selenge ist der größte Fluss in diesem Gebiet und auch gleichzeitig der größte über 1000 Kilometer lange Zufluss des Baikalsees.

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Am 5. Tag passieren wir Hatgal, die ehemalige Hafenstadt am Hövsgöl Nuur und Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz (Hövsgöl-Aimag) und erreichen entlang des Westufers Toilogt, das Ziel unserer Fahrt.

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Am Hövsgöl Nuur
Wir übernachten wieder im Ger-Camp und verbringen den ganzen 6. Tag am See. Denn hier am Hövsgöl Nuur (oder Chöwgöl-See, Khuvsgulsee) auf 1′625 m.ü.M. beginnt unsere Visionssuche. Dieser gewaltige Süßwasser-See, umgeben von den schneebedeckten Gipfeln des Ostsajan-Gebirges, trägt viele Attribute: Er ist mit einem Alter von mehr als 2 Mio. Jahren einer der 17 ältesten Seen der Erde. Mit 136 Kilometern Länge und 20 bis 40 Kilometern Breite ist er der kleine Bruder des nur 200 Kilometer entfernten Beikal-Sees. Er enthält 2 % der Süßwasservorräte der Erde und ist damit auch das bedeutendste Süßwasserreservoir der Mongolei. Sein Wasser ist ohne Behandlung trinkbar. Die Tsaaten, das hier lebende Volk, nennen ihn wegen seines klaren tiefblauen Wassers «dunkelblaue Perle».

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Viele teilweise schroffe Gebirgszüge und Bergketten umgeben den See. Der höchste Berg ist der Munku Sardyk (3′492 m.ü.M.) am Nordende des Sees, direkt an der russisch-mongolischen Grenze. Diese Gegend ist eine der am wenigsten erschlossenen Regionen der Mongolei. Sie wurde in den letzen Jahren zu einem geschützten Nationalpark umgewandelt.

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Ausgedehnte Kiefern- und Lärchenwälder, deren Blätter im Herbst golden gefärbt sind wie im schweizerischen Engadin oder in der nahen sibirischen Taiga, Hochebenen mit Tundra-Vegetation, ein weites Land zwischen zentralasiatischer Steppe und sibirischer Taiga. Hier leben Rothirsche, Rentiere, Elche, große Greifvögel, Murmeltiere sowie Vielfrass und Zobel. Vielleicht begegnen wir Wildziegen, Wildschafen (Argalis) oder Steinböcken. Auch Wölfe und Bären leben in dieser Gegend.

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Die Temperaturen liegen tagsüber bei 15 °C bis 22 °C, spätabends zwischen 0 °C und 9 °C. Ab Mitte August scheint fast immer die Sonne, dafür ist es etwas kühler. (Im Winter friert der See komplett zu. Die Eisdecke trägt LKWs.)

Topographie
> Topografische Karte Mongoliens

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Die Tsaaten (Zaaten)
Das Gebirge um den Hövsgöl Nuur ist unbesiedelt. Einzig das Volk der Tsaaten zieht mit seinen Rentieren von Weideplatz zu Weideplatz. Die einzelnen Nomaden-Familien leben in Tipi-ähnlichen Zelten aus Birkenstangen und Fellen. Es scheint nicht nur eine uralte Verbindung zu den Lakota-Indianern zu geben. Die Tsaaten sind auch verwandt mit den Inuits und den Tuvinern jenseits der Grenze. Schamanismus ist hier nicht nur Tradition. Das selbstverständliche Zusammenleben mit den Kräften der Natur und der Geisterwelt hilft tagtäglich praktisch unabhängig von der übrigen Welt zu überleben.

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Das Trekking
In der Neumond-Nacht, am Tag nach unserer Ankunft am See, werden Susanna und Daniel eine Schwitzhütten-Zeremonie leiten — Vorbereitung fürs Trekking, die Reise in die innere und äussere Begegnung mit den archaischen Kräften.

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Am folgenden Morgen kommen unsere Trekking-Führer mit den Pferden an. Es sind einheimische Tsaaten. Von ihnen geführt, reitet jeder und jede die nächsten 10 Tage auf dem eigenen Pferd. Wir folgen zunächst dem flachen Stand des Hövsgöl Nuur bis zur Mündung des Jigleg-Flusses, wo wir erstmals in unseren Zelten übernachten. Vom 8. bis zum 10. Tag überqueren wir den Jigleg-Pass (ca. 2′600 m.ü.M.). Wir reiten und gehen durch Schluchten, überqueren Flüsse, streifen durch Taigawälder und Wiesen voller Edelweiss und erreichen nach ca. 50 Kilometern Reise die Senke von Renchinlhumbe im breiten Darchad-Tal. Vielleicht reicht die Zeit zu einem eintätigen Abstecher in die Seen-Landschaft des Tsaagan Nuur.

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Von Renchinlhumbe reiten wir drei weitere Tage durch eine weitgehend unberührte Taigalandschaft. Bevor sich in Chatgal der Kreis schliesst und wir unsere Führer und die Pferde verabschieden, schlagen wir für eine weitere Nacht unsere Zelte auf und bekräftigen mit einem Vollendungs-Ritual unseren Weg der Wandlungen, bekräftigen unsere Fähigkeit, fortan im alltäglichen Leben schamanisch zu wirken.

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Rückkehr
In einer dreistündigen Fahrt in unseren Kleinbussen erreichen wir die kleine Provinzhauptstadt Mörön und fliegen am nächsten Morgen mit einem Charterflug nach Ulaan Baatar. Wir verbringen einen letzten Tag gemeinsam in Ulaan Baatar; erstes Rekapitulieren der Reise, Brückenschlag nach Hause, Geschenke einkaufen. Rückflug am 4. September mit der MIAT über Moskau nach Berlin. Nun erhalten wir die sieben Stunden Zeitdifferenz zurück, so daß wir am Abend desselben Tages in Berlin ankommen.

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Trekking-Leben
Wir reiten täglich fünf bis sechs Stunden, unterbrochen von Pausen. Wir steigen auf eine Höhe von ca. 2600 m.ü.M. Worte brauchen wir nur, um dem Ausdruck zu verleihen, was uns im Augenblick berührt, alles andere lassen wir verstummen, — auch den inneren Dialog. Wir leben in der Unmittelbarkeit des Augenblicks, singen mit der Taiga, lauschen den Flüssen, beobachten das Ziehen der Wolken, leben aufgehoben in der Unendlichkeit des Himmels.

Wir bewältigen den ganzen Weg aus eigener Kraft und mit der Kraft der Natur. Es gibt kein Begleitfahrzeug oder ähnliches.

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Morgens, Mittags und Abends, wenn unsere Trekking-Führer für uns kochen, widmen wir uns unserer eigenen schamanisch-spirituellen Arbeit, gestalten gemeinsam Rituale, tauchen tiefer ein in die Kräfte und Geheimnisse dieser vielfältigen Urlandschaft. So erfahren wir Häutungen, Heilungen und Wandlungen. Unser altes Ego löst sich auf. Mit Hilfe unserer Verbündeten werden wir der Versuchung widerstehen, ein gruppendynamisches Ersatz-Ich aufzubauen, bis der Kristall unseres Wesens zu strahlen beginnt.

Am Ende jeder Tages-Etappe errichten wir uns ein Nachtlager aus unseren eigenen Zelten und einen Kraftplatz für unsere Rituale. Wir wärmen uns am Feuer, singen und trommeln.

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Verpflegung aus der Tsaatenküche: Eintopf über dem Feuer aus Yak- und Ziegenfleisch, kaum Gemüse. Vegetarier müssten hier verhungern. Mongolische Spezialitäten: eine über heißen Steinen zubereitete Ziege oder ein Murmeltier, Käse, Schmand und eine Art getrocknetes Joghurt, das sogenannte «mongolische Brot», sowie den traditionellen, leicht gesalzenen mongolischen Butter-Tee und Stutenmilchwein (Airag).

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Die Trekking-Führer, die mongolischen Pferde und ihre Reitweise
Die Mongolen sind ein Reitervolk. Viele Gegenden sind nur mit dem Pferd erreichbar. Dennoch konnte das mongolische Wildpferd (Przewalski-Pferd) nur dank ausländischer Hilfe in seinem Bestand gesichert werden. Die Pferde ertragen das harte Klima die ganze Zeit über im Freien. Das hat sie abgehärtet, aber auch leicht verwildert. Wenn sie sich an Sattel und Saumzeug gewöhnt haben, sind diese kleinen, kräftigen Pferde von der Grösse eines Island-Ponys treu, schnell und ausdauernd. Der mongolische Sattel besteht aus einem Holzrahmen, der mit Filz und Leder bezogen ist. Die Mongolen reiten mit extrem kurzen Steigbügeln mit stark angewinkelten Knien, im Galopp stehen sie in den Bügeln. Wir werden in Ledersätteln reiten. Vorkenntnisse sind keine erforderlich.

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Die Trekking-Führer werden uns helfen, mit unseren Pferden Freundschaft zu schliessen. Sie werden die ganze Zeit mit uns reiten, manchmal singend. Vielleicht bekommen wir den Kehlgesang zur Melodie einer «Pferdekopfgeige» zu hören. Jedenfalls sind die Nomaden berühmt für ihre Gastfreundschaft. Außerdem kennen sie jeden Pfad ihrer Heimat.

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Leistungen
In der Seminargebühr enthalten sind
· Linienflug Berlin – Ulaan Baatar und zurück
(inkl. Flughafengebühren und Flughafentransfer in der Mongolei)
· Inlandflug Mörön – Ulaan Bataar inkl. Flughafentransfer
· Übernachtungen in einem Mittelklasse-Hotel im Stadtzentrum
· Anreise zum Hövsgöl See
· Trekking wie obenstehend beschrieben
· Verpflegung in Ulaan Batar

Nicht enthalten sind die Visum-Kosten

Vorbehalten bleiben Programmumstellungen oder –änderungen infolge ungünstiger Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen oder -ausfällen und sonstige unvorhersehbare Ereignisse. Dies berechtigt jedoch nicht zu einer Minderung der Reisekosten.

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Voraussetzungen
· Gute physische und psychische Konstitution
· fortgeschrittene schamanische Erfahrung
· Teilnahme am Mongolei-Vorbereitungstreffen: Samstag, Sonntag 5. – 6. Juni 2010, Seminarhaus Herzberg, ob Aarau, CH
· Den Anordnungen der Trekking-Führer ist Folge zu leisten
· Bereitschaft, an den gemeinsamen Ritualen mitzuwirken
· Ernährung fast ausschliesslich mit Fleisch
· Reitkenntnisse sind nicht erforderlich
· Versicherung ist Sache der Mitreisenden
· Veranstalter ist: HOVSGOL Travel Cie.
· FLSS und die Koordinatoren (Susanna & Daniel Gerber) übernehmen keinerlei Haftung für Schäden an Personen und Sachen.

Sain baina uu! | Willkommen in der Mongolei!